4. Tag der Regionalgeschichte

Wir laden ein zum 4. Tag der Regionalgeschichte am 21. März 2026. 

Sie können sich bis zum 9. März 2026 hier auf dieser Seite dazu anmelden.

In Kooperation mit der Universität Bielefeld und der VHS Bielefeld laden der Naturwissenschaftliche und Historische Verein für das Land Lippe, der Historische Verein für die Grafschaft Ravensberg, der Mindener Geschichtsverein und das Landesarchiv NRW, Abteilung OWL zum 4. „Tag der Regionalgeschichte“ ein. Angeboten werden praxisnahe Workshops, interessante Vorträge und Gesprächsrunden zu Themen der regionalen Geschichte, zur Geschichtsdidaktik, zur Genealogie und Vereinsarbeit, zudem gibt es verschiedene Info- und Bücherstände auf dem „Markt der Möglichkeiten“.

Datum: Samstag, 21. März 2026 ab 12.30 Uhr
Ort: Ravensberger Spinnerei (VHS), Bielefeld, Ravensberger Park 1
Unkostenbeitrag: 10,- Euro (inklusive Kaffee & Kuchen / Freier Eintritt im Historischen Museum Bielefeld)

Ablaufplan:

12:30-13:00      Ankunft
13:00-14:00      Begrüßung und Podiumsgespräch mit Dr. Silke Eilers, Westf. Heimatbund

14:00-15:30      Workshops / Vorträge / Führungen (1)
15:30-16:00      Pause
16:00-17:30      Workshops / Vorträge / Führungen (2)
17:30-18:00      Pause
18:00-19:30      Abendvortrag PD Dr. Christoph Lorke „Lokale Geschichtsschreibung heute“

Beiträge für den Büchertisch:
Regionalgeschichte zum Mitnehmen! Wer Bücher weitergeben möchte, bringt sie für die Geschenkekiste mit (bis zu 5 Bücher – Nichtverschenktes geht zurück oder an die Brockensammlung).

 

 

Anmeldung zum Tag der Regionalgeschichte

Anmeldung Tag der Regionalgeschichte

Anmeldung zum Tag der Regionalgeschichte

 


ACHTUNG: Bitte die beiden bevorzugten Workshops und einen Ersatzworkshop unterhalb des jeweiligen Blocks mit PRIO 1, 2 und 3 bezeichnen, Danke!


 

Vorträge / Workshops zur Auswahl:

Einleitendes Podiumsgespräch: Regionale Geschichtslust wecken!

Geschichtsvermittlung muss sich immer wieder neu erfinden, um erfolgreich zu sein. Mit Dr. Silke Eilers, Geschäftsführerin des Westfälischen Heimatbunds, und verschiedenen Akteuren der regionalen Geschichtsarbeit sprechen wir über erprobte Beispiele und Zukunftsvisionen für Geschichtsvermittlung, die Lust an Geschichte weckt.
Podium: Bärbel Sunderbrink (Stadtarchiv Detmold, Moderation); Dr. Silke Eilers (Westfälischer Heimatbund), Monika Guist (Kreisheimatverein Herford), Sarah Maria Manegold (Universität Bielefeld), Christina Panchyrz (Leopoldinum Detmold).

 

1 – Matthias Schafmeister (LAV OWL):
Per Klick zu den Vorfahren – Digitale Möglichkeiten für die Familienforschung im Landesarchiv NRW

Per Klick bequem von zu Hause zu den Vorfahren zu gelangen, ist nicht nur der Traum vieler Familienforschenden, sondern auch die Vision des Personenstandsarchivs Westfalen-Lippe. Im Vortrag werden aktuelle Arbeitsschwerpunkte und Entwicklungen aus dem Bereich der Digitalisierung der für die Familienforschung relevanten Quellen vorgestellt.


2 – Annette Hennigs (LAV OWL):
Altersversorgung im Spiegel von frühneuzeitlichen Rechtsquellen. Zur Situation der Altenteiler am Beispiel von Eheprotokollen und Gogerichtsregistern in der Grafschaft Lippe (1600-1800)

Anhand von ausgewählten Beispielen von Höfen und Stätten unterschiedlicher Wirtschaftskraft soll die Situation der Altenteiler beleuchtet werden. Ein Blick in die Quellen zeigt schnell, dass das Zusammenleben mehrerer Generationen unter einem Dach oder in verschiedenen Gebäuden auf einem Hofraum konfliktbehaftet war. Dies ermöglicht einen lebendigen Blick in den Alltag der Leibzüchterinnen und Leibzüchter unter unterschiedlichen sozialen und wirtschaftlichen Voraussetzungen. Der Vortrag soll aufzeigen, welche quellenkundlichen Möglichkeiten der Bauforschung durch die schriftliche Überlieferung zur Verfügung stehen. 


3 – Roland Linde (Freiberuflicher Historiker und Publizist):
Regionalgeschichte im Internet recherchieren.

Recherchieren im Internet ist für die meisten gleichbedeutend mit ‚googeln‘. Doch so nützlich diese Suchmaschine auch ist, so liefert sie doch eine Überfülle an Treffern, die mehr verwirren als weiterhelfen. Im Workshop sollen deshalb die Möglichkeiten allgemeiner und fachspezifischer Rechercheportale vorgestellt werden.


4 – Horst Kohlwes (Historisches Museum):
Führung durch das Schaudepot

Das Historische Museum bewahrt das materielle Gedächtnis Bielefelds und der umliegenden Region. Dazu zählen nicht nur Nähmaschinen, Fahrräder und Registrierkassen, sondern auch zahlreiche Objekte aus dem Alltagsleben der Menschen. Der Rundgang macht Teile der Sammlung sichtbar und gibt einen Einblick in Schwerpunkte und Kuriositäten.


5 – Carsten Seichter und Friederike Meißner (Historisches Museum):
Die Geschichte Bielefelds als Fahrradmetropole
[nur 14:00-15:30 Uhr!]

Bielefeld gehörte lange zu den Top 3 Hochburgen der Fahrradproduktion in Deutschland. Der Rundgang in der Dauerausstellung des Historischen Museums gibt einen allgemeinen Überblick über die Fahrradgeschichte und insbesondere über die Bielefelder. Wer möchte, kann auch drei Runden auf dem Urtyp des Fahrrades drehen. Im Anschluss kann gemeinsam über ein aktuelles Vermittlungs-Projekt zum Thema Fahrradstadt Bielefeld diskutiert werden.


6 - André Siegel (Westfälischer Heimatbund):
Heimat gestalten – Westfalen erzählen

Als Dachverband für 600 Heimat-, Bürger- und Kulturvereine sowie über 700 ehrenamtliche Akteure in der Heimatpflege unterstützt der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB) auch die regionale Geschichtsforschung. Dabei stellt sich häufig die Frage: Was können wir mitnehmen aus der Heimatgeschichte? Wie sieht unsere gemeinsame Heimat der Zukunft aus? Wie können wir sie aktiv mitgestalten und welche Rolle spielt das freiwillige Engagement dabei? Diese und weitere Fragen möchten wir beantworten in einem Workshop, der auch regionale Identitäten kritisch beleuchtet und neue Erzählräume eröffnet.


7 – Lisa Marie Bergann (Stiftung Residenzschloss Detmold):
Geschichtsvermittlung mit und in historischen Gebäuden

Historische Gebäude sind besondere Zeugnisse regionaler Geschichte. Sie waren Schauplätze oder Dreh- und Angelpunkte für bedeutende historische Personen oder Ereignisse. Wie mit und in historischen Gebäuden Geschichte vermittelt werden kann, und wo Chancen und Grenzen liegen, soll in diesem Workshop aufgezeigt und diskutiert werden.


8 – Uwe Standera (Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung):
Quellen zur jüdischen Geschichte Ravensbergs

Die umfangreiche Literatur zum Thema bietet gründliche Einblicke in die jüdische Geschichte der Grafschaft Ravensberg, doch zahlreiche Akten des 16. bis 19. Jahrhunderts ermöglichen weitere detaillierte Erkenntnisse. Diese Quellen liegen in den unterschiedlichsten Archiven. Im Workshop werden die betreffenden Archive vorgestellt, ausgewählte Schriftstücke gelesen, ihre Aussagen herausgearbeitet und in den historischen Kontext eingeordnet.


9 – Frank Huismann (Kulturbüro Scriptorium):
Historische Vereine und Projektumsetzung – die Sicherung der Falkenburg und andere Beispiele

Immer mehr Menschen setzen sich für die Verwirklichung einzelner Projekte ein. Das geschieht aber nur noch selten im Rahmen traditioneller Geschichtsvereine. Diskutiert werden soll, wie die Vereine Projektarbeit integrieren könnten, und was es bräuchte, um solche Projekte selbst zu entwickeln.


10 – Christiane Cantauw (Geschäftsführerin der Kommission Alltagskulturforschung für Westfalen):
Fotos als Quellen

Regional, national und international gibt es zahlreiche Fotoarchive. Sie kümmern sich um die Bewahrung und Erschließung unseres fotografischen kulturellen Erbes. Eines dieser Archive ist das Bildarchiv der Kommission Alltagskulturforschung für Westfalen, LWL. Anhand einer Auswahl fotografischer Quellenbestände aus diesem Archiv werden im Workshop exemplarisch Bildquellen und die Arbeit an ihnen vorgestellt. Im Zentrum stehen dabei Fragen des Sammelns, Ordnens und Aufbewahrens ebenso wie der Nutzbarmachung der Quellen für die Erforschung der Alltagskultur.


11 – Ralf Springer (LWL Medienzentrum):
Filme als Quellen der Regionalgeschichte
[nur 14:00–15:30 Uhr!]

Das Filmarchiv des LWL-Medienzentrums für Westfalen kümmert sich um den Erhalt des regionalen Filmerbes und unterstützt u.a. die Kommunalarchive und Heimatvereine Westfalens bei der Bewahrung dieser besonderen Quelle. Im Workshop wird die Arbeitsweise des Filmarchivs vorgestellt und auf die Herausforderungen bei der Archivierung und Nutzbarmachung von Filmquellen eingegangen. Dabei werden Fragen zur Lagerung, zu den unterschiedlichen Formaten und Schadbildern angesprochen und Hinweise zur Digitalisierung, zur inhaltlichen Erschließung und zu rechtlichen Fragestellungen gegeben.


12 – Danilo Zajac (Weserkolleg Minden):
KI im Geschichtsunterricht

„Einfach ChatGPT fragen – und schon gibt’s die Eins?“ Künstliche Intelligenz verändert, wie Schülerinnen und Schüler lernen, recherchieren und schreiben – auch im Geschichtsunterricht. Doch was bedeutet das für Unterricht, Leistungsbewertung und historische Kompetenz? In diesem praxisorientierten Workshop werden verschiedene KI-Anwendungen selbst erprobt: von Quellenanalyse über Unterrichtsplanung bis hin zu Fake History. Gemeinsam werden Chancen, Grenzen und Risiken kritisch diskutiert – mit Blick auf Schule, Hochschule und historisches Arbeiten.


13 – Jürgen Sturma (Mindener Geschichtsverein):
Auf neuen Wegen zu alten Höfen – Familien und Höfeforschung im 21. Jahrhundert

Höfeforschung ist eine Spurensuche. Welche Quellen stehen zu dem Thema zur Verfügung? Kommt man mit unkonventionellen Methoden zum Ziel? An verschiedenen Beispielen werden mögliche Lösungswege diskutiert.

 


Abendvortrag

PD Dr. Christoph Lorke (LWL-Institut für Regionalgeschichte):
Stadtgeschichte bis in die Gegenwart

Chancen und Anforderungen einer modernen Geschichtsschreibung

Wie kann zeitgemäße Stadtgeschichtsschreibung gelingen? Das Gütersloher Jubiläumsprojekt liefert konkrete Impulse, die auch anderen Kommunen in Ostwestfalen-Lippe den Weg zu einer lebendigen Geschichtsvermittlung weisen können.

 


 

Falls Sie Fragen haben, erreichen Sie das Geschäftszimmer jeweils Dienstags und Donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter
der Nummer: 05231 303 32 33
Anmeldeschluss ist der 9. März 2026
Ansprechpartner:
Michael Zozmann (mzozmann@uni-bielefeld.de)
Gefion Apel (gefionapel@gmail.com)

 

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