Residenzstädte als Stadttypus sind seit langem bekannt, früher sagte man auch Fürstenstädte zu ihnen. Eng verknüpft sind sie mit der Entstehung der Landesherrschaft und der fürstlichen Hofhaltung. Bei der näheren Beschäftigung mit ihnen stellt sich jedoch heraus, dass ihnen die Burgstädte des Spätmittelalters an die Seite gestellt werden können, und dass es Nebenresidenzen und Witwensitze gegeben hat, bei denen vergleichsweise kleine Höfe in einer Stadt anwesend waren und als wenn auch großer Haushalt untergingen, wie umgekehrt größere Fürstenhöfe eine kleine Stadt regelrecht dominieren konnten. Es gibt folglich eine Bandbreite von Erscheinungen mit gegenläufigen Phänomenen, die in Betracht zu ziehen sind. Für die Lippe-Region und das Umland wird man zuerst an Detmold, Lemgo, Rietberg und Blomberg, aber auch an Horn denken, in einiger Entfernung auch an Hannover und Neuhaus bei Paderborn denken sowie an manch weitere.
Woran erkennt man eine Residenzstadt? Beispiele aus Nordwestdeutschland
Montag, 13. April 2026, 19:30 Uhr
Landesarchiv NRW, Abteilung OWL, Willi-Hofmann-Str. 2, Detmold
Vortrag von apl. Prof. Dr. Harm von Seggen (Kiel)

