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Willkommen beim Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe!

 

Otto-Weerth-Preis

Der bereits zum siebten Male ausgelobte Otto-Weerth-Preis wurde am 22. April 2016 an Dr. Florian Lueke/Lemgo für seine Hannoveraner Dissertation „Menschen-Vereine-Politik. Eine vergleichende regionalhistorische Studie des Sports und seiner Vereine auf dem Gebiet des ehemaligen deutschen Kleinstaates Lippe während des 19. und 20. Jahrhunderts“ feierlich im Landesarchiv NRW Abt. OWL in Detmold verliehen. Auf der Veranstaltung, über die auch die Lippische Landes-Zeitung ausführlich berichtete und an der auch Gäste aus (Sport)politik und Verwaltung teilnahmen, würdigte der Doktorvater Prof. Dr. Lorenz Peiffer/Hannover ausführlich die Arbeit Luekes, der wiederum mit einem halbstündigen Referat Einblicke in seine facettenreiche Dissertation gab. Für das nächste Jahr ist erneut eine Auslobung des Otto-Weerth-Preises geplant.

Ansprechpartner des Vereins ist Dr. Wolfgang Bender, Landesarchiv NRW Abt. OWL, wolfgang.bender@lav.nrw.de; Tel.:  05231/766-111.

 

Die neuen Lippischen Mitteilungen sind im November 2015 erschienen.

 

Schwerpunkt: Migration nach Lippe

 „Migration nach Lippe“ - der diesjährige Themenschwerpunkt der Lippischen Mitteilungen beschäftigt sich mit historischen und naturwissenschaftlichen Aspekten des tagesaktuellen Themas „Zuwanderung“, das zurzeit die politische Diskussion beherrscht. Die Beiträge von Wolfgang Bechtel über den gräflichen „Kammermohren“ Franz Wilhelm Yonga und von Rolf Toman über zwei getaufte Türken zeigen, welche Schwierigkeiten unfreiwillig Zugewanderte im 17. und 18. Jahrhundert zu meistern hatten. Uwe Standera behandelt zwei reformierte Pfarrerfamilien, die im 17. Jahrhundert von Bremen nach Lippe gekommen sind. Näher an der Gegenwart sind Arbeiten zur Zwangseinquartierung von baltischen „Displaced Persons“ in Blomberg (Dieter Zoremba) und zur schwierigen Nachbarschaft von Deutschen und britischen Streitkräften in Detmold nach dem Zweiten Weltkrieg (Malte Leimbach, Maria Juncker, Jan Schmelter).
Neophyten, also „zugewanderte“ Pflanzenarten, spielen eine wichtige Rolle in zwei biologischen Studien zur Vegetation aufgelassener Bahnhöfe (Maximilian Joemann) und zu Baumarten in Detmolder Parkanlagen (Lukas Kahlert, Tom Steinlein).
Graf Simons VI. zur Lippe steht im Fokus von zwei weiteren historischen Aufsätzen – als kaiserliche Diplomat in Ostfriesland (Burghardt Sonnenburg) und in den Beziehungen seiner Nachfahren zum Adelshaus Nassau-Oranien (Christian Brachthäuser). Die folgenden Beiträge decken ein breites Spektrum ab – von der Baugeschichte eines Detmolder Bürgerhauses von 1729 (Michael Sprenger) über Regionalgeschichte im Unterricht (Ingo Bowitz) und zwei Briefe Ernst von Bandels an den Maler Georg Heinrich Crola (Iulia Capros) bis zur lippischen Gewerbepolitik um 1850 (Thomas Dann). Zwei Untersuchungen zur Rolle lippischer Pfarrer im Ersten Weltkrieg (Willy Gerking) sowie zum Selbstverständnis und zur ideologischen Prägung eines Detmolder Sinalco-Mitarbeiters im Zweiten Weltkrieg (Hans-Joachim Keil) beschließen die Aufsätze dieses Bandes.
In einem Projektbericht präsentiert Lisa Maubach die Forschungstätigkeit des „Kompetenzzentrums Handwerk und Technik“ am LWL-Freilichtmuseum Hagen.