Otto-Weerth-Preis

Der Naturwissenschaftliche und Historische Verein für das Land Lippe e.V. vergibt zum Gedenken an seinen langjährigen Vorsitzenden (1889-1927) den zum 1. April 1999 gestifteten Otto-Weerth-Preis. 

Die Arbeiten – Eigenbewerbungen sind ausdrücklich erwünscht – sind bei künftigen Auslobungen, zusammen mit einem kurzen Lebenslauf der/s Autorin/s, an die nachfolgende Adresse zu senden:

Naturwissenschaftlicher und Historischer Verein für das Land Lippe e.V.
Willi-Hofmann-Str. 2
32756 Detmold

Ansprechpartner des Vereins ist Dr. Wolfgang Bender, Landesarchiv NRW Abt. OWL, wolfgang.bender(at)lav.nrw.de; Tel.:  05231/766-111.

Durch die Auszeichnung sollen der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert, die naturwissenschaftliche Forschung sowie die Forschung zur Ur- und Frühgeschichte, Geschichte, Landeskunde, Volkskunde und Kunstgeschichte des ehemaligen Landes Lippe angeregt wie auch die Beziehungen zwischen der Region und den Hochschulen in Ostwestfalen-Lippe verstärkt werden.

Der im etwa zweijährigen Rhythmus ausgelobte Preis in Höhe von mindestens 2.000 Euro für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten zu den genannten Bereichen wird an Nachwuchswissenschaftlerinnen oder –wissenschaftler verliehen, deren Arbeiten noch nicht an anderer Stelle veröffentlicht oder mit Preisen ausgezeichnet worden sind.

Bisherige Preisträgerinnen bzw. Preisträger:

2016:
Der bereits zum siebten Male ausgelobte Otto-Weerth-Preis wurde am 22. April 2016 an Dr. Florian Lueke/Lemgo für seine Hannoveraner Dissertation „Menschen-Vereine-Politik. Eine vergleichende regionalhistorische Studie des Sports und seiner Vereine auf dem Gebiet des ehemaligen deutschen Kleinstaates Lippe während des 19. und 20. Jahrhunderts“ feierlich im Landesarchiv NRW Abt. OWL in Detmold verliehen. Auf der Veranstaltung, über die auch die Lippische Landes-Zeitung ausführlich berichtete und an der auch Gäste aus (Sport)politik und Verwaltung teilnahmen, würdigte der Doktorvater Prof. Dr. Lorenz Peiffer/Hannover ausführlich die Arbeit Luekes, der wiederum mit einem halbstündigen Referat Einblicke in seine facettenreiche Dissertation gab.

2012:
Julia Schöning, Die Germanenkunde Wilhelm Teudts. Methodik und Zielsetzung einer ideologisch motivierten Laienwissenschaft (Magisterarbeit Universität Bielefeld 2011).

2009:
Claudia Strieter, Aushandeln von Zunft. Möglichkeiten und Grenzen ständischer Selbstbestimmung in Lippstadt, Soest und Detmold (17.-19. Jahrhundert) (Westfalen in der Vormoderne, Band 7), Münster 2011. 

2007:
Wiebke Lisner, Die Hüterinnen der Nation? Hebammen in der Zeit des Nationalsozialismus. Am Beispiel des Landes Lippe (erschienen als: Hüterinnen der Nation. Hebammen im Nationalsozialismus. Geschichte und Geschlechter 50, Frankfurt/M. 2006)

2004:
Roland Siekmann, Eigenartige Senne. Zur Kulturgeschichte der Wahrnehmung einer peripheren Landschaft (erschienen als: Lippische Studien 20, Detmold 2004)

2002:
Cornelia Halm, Conventus sororum de ordine predicatorum in Lemego.… Untersuchungen zum Dominikanerinnenkloster St. Marien in Lemgo (erschienen als: Klosterleben im Mittelalter. Die Dominikanerinnen in Lemgo. Von der Klostergründung bis zur Reformation. Sonderveröffentlichungen des NHV 71, Detmold 2004)

2000:
Annette Hennigs, Gesellschaft und Mobilität. Eine Sozialgeschichte der Straßen am Fallbeispiel Lippe 1680-1820 (erschienen als: Gesellschaft und Mobilität. Unterwegs in der Grafschaft Lippe 1680 bis 1820. Sonderveröffentlichungen des NHV 66, Bielefeld 2002)